Ford E-Transit jetzt auch mit 89-kWh-Akku bestellbar (Update)
Die 402-km-Version kostet 65.990 Euro netto als Kastenwagen
Na das hat ja gedauert. Im April meldeten wir, dass der Ford E-Transit ein Update bekommt, das dem 2022 gestarteten Elektro-Transporter mehr Reichweite und schnelleres Laden beschert. Doch erst jetzt sind die neuen Extended-Range-Versionen bestellbar. Die Preise beginnen bei 78.528,10 Euro brutto (65.990 Euro netto) für den Kastenwagen bzw. bei 76.862,10 Euro (64.590 Euro netto) für das Fahrgestell.
Der Transit gehört schon seit 1965 zum Ford-Programm. Und die aktuelle, siebte Generation wird auch schon zehn Jahre angeboten. Die Elektroversion E-Transit ging aber erst im Frühjahr 2022 in den Verkauf. Diese ist nun außer mit der bisherigen 68-kWh-Batterie für 317 km Reichweite auch mit 89 kWh für 402 km zu haben.
Mit den 402 km Maximalreichweite liegt der Ford nun auf dem Niveau der Konkurrenz: Der neue Mercedes-Benz eSprinter kann mit drei Akkugrößen und maximal 113 kWh bestellt werden. Die maximale WLTP-Reichweite liegt bei 440 km. Der Fiat E-Ducato schafft mit seiner 110-kWh-Batterie bis zu 424 km.
Mercedes eSprinter Kastenwagen (2024)
Fiat E-Ducato (2024)
Die größere Batterie des E-Transit lässt sich auch schneller laden: Die maximale DC-Ladeleistung steigt von 115 auf 180 kW. Damit soll man den Akku in 28 Minuten von 0 auf 80 Prozent bringen können; die Ladedauer verkürzt sich um neun Minuten. Laut Ford soll sich außerdem die Restreichweite in zehn Minuten um bis zu 116 km erhöhen lassen. Darüber hinaus wurde die AC-Ladeleistung von 11 auf 22 kW erhöht. Das reduziert die Dauer einer Komplettladung (0-100%) von knapp 8 auf weniger als 6 Stunden.
Ford E-Transit: Röntgenbild der Konstruktion mit Batterie, Antrieb und Rahmen. Der Motor befindet sich an der Hinterachse
Bei der Motorisierung bietet Ford nach wie vor zwei Leistungsstufen an: eine mit 135 kW, die andere mit 198 kW. Um die reale Reichweite im Winter zu erhöhen, bekommt der E-Transit künftig serienmäßig eine spezielle Wärmepumpe, die den Innenraum bei niedrigen Temperaturen effizienter beheizen soll. Optional gibt es das "Pro Power Onboard"-System; damit kann man externe Verbraucher mit 2,3 kW aus der Traktionsbatterie versorgen.
Um möglichst viele Anwendungsfälle abzudecken, bietet Ford ein breites Spektrum von Modellvarianten an. Darunter auch Versionen mit den zusätzlichen Radständen L3 und L4, die Kastenwagen-Version mit Einzel- und Doppelkabine sowie Fahrgestelle mit zulässigen Gesamtgewichten von 3,5 bis 4,25 Tonnen. Die maximale Nutzlast der Kastenwagen beträgt bis zu 1.460 Kilogramm, die Fahrgestelle können bis zu 1.814 Kilo zuladen und die 3,5-Tonner können eine Anhängelast von bis zu 750 Kilo ziehen.
Neu im Programm ist außerdem eine Minibus-Version. Sie bietet Sitzplätze für bis zu 15 Personen und basiert auf dem E-Transit L3 Kombi mit 4,25 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, den der Sitzspezialist ISRI in der Türkei umrüstet. Diese Version steht mit einem Beifahrersitz oder einer Doppelsitzbank in der ersten Reihe sowie mit neun oder zwölf Sitzplätzen für Fahrgäste zur Wahl. Neben der serienmäßigen Dachhöhe gibt es auch die Möglichkeit, eine Hochdach-Option zu bestellen. Klimaanlage, Heizung für den Fahrgastraum und elektrisch ausfahrbare Trittstufen gehören zum Serienumfang.
Im Konfigurator findet man bisher nur die 68-kWh-Versionen, und auch in den Preislisten auf der Ford-Website sucht man die 89-kWh-Variante derzeit noch vergebens, doch das dürfte sich bald ändern.
Unter dem Strich
402 Kilometer: Dank größerer Batterie kommt der Ford E-Transit nun ähnlich weit wie die Konkurrenz von Mercedes und Fiat. Aber bei Elektro-Transportern kommt es oft gar nicht so auf große Reichweiten an, denn viele fahren nur in der Stadt von Haus zu Haus, um Pakete auszuliefern – gerade jetzt vor Weihnachten sieht man sie oft. Wichtiger ist vermutlich ein guter TCO-Wert: "Total Cost of Ownership" steht für niedrige Gesamtkosten über die gesamte Lebensdauer hinweg.
Quelle: Ford (Preis), Transit-Presskit
Auch interessant
2.400 Ford E-Transporter für Post und DHL in Deutschland
Citroën e-C3 You Urban Range (2026) im Test: Reicht die Basis?
Ford testet E-Transit mit Brennstoffzellen
KGM Torres EVX (2026) erhält größeren Akku und mehr Reichweite
Ford liefert über 2.000 E-Transit an Deutsche Post DHL Group
Jeep Avenger (2027): Das Facelift des kleinen Elektro-SUVs ist da
Ford nutzt bald LFP-Akkus von CATL – im Mach-E und im Lightning